Projekt Smartboards

Ein OES-Projekt des Berufsschulzentrums im Bereich der Ausbildung für Bankkaufleute und Finanzassistenten. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für den bestmöglichen und lernförderlichsten Einsatz der Smartboards herauszufinden. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und wird mit einem Abschlussbericht enden.

Tagung des Ausbilderarbeitskreises Banken der IHK Hochrhein-Bodensee im Berufsschulzentrum Radolfzell

Bild: Peter Schmenger

 
 

Unterricht mit interaktiver Tafel

Das Berufsschulzentrum geht mit der Zeit und präsentierte jetzt die neuen Smartboards

 

Die neuen Smartboards ersetzen in der Berufsschule die alten Tafeln. Es macht den Sponsoren sichtlich Spaß, die neuen Tafeln selbst auszuprobieren.

Radolfzell (pes) „Das Ende der Kreidezeit ist eingeläutet“, witzelte Michael Janowicz zur Vorstellung der neuen Smartboards für das Berufsschulzentrum bei der Sitzung des Ausbilderarbeitskreises Banken.

Staunen erntete auch Lehrer Peter Schmidt, als er das Board praktisch vorführte. In eine Präsentation hineinschreiben, ein Buch schnell auf der Leinwand zeigen, die aktuellen Börsenkurse oder aktuelle Gesetze im Internet nachschauen. Das Smartboard lässt das alles zu. Im Prinzip ist das Smartboard ein riesiger berührungsempfindlicher Bildschirm. Von oben wird das Bild eines Computers auf die Leinwand projiziert. Drückt man auf die Leinwand, wird das als Eingabe interpretiert. Man kann mit mehrfarbigen Stiften direkt in die aufgerufene Präsentation hineinschreiben, das Smartboard kann als reine Tafel verwendet werden, wobei es gegenüber der herkömmlichen Version mit Kreide auch das Verschieben und Drehen von Texten oder Grafiken ermöglicht. Selbst bei aufgerufenen Internetseiten können Textpassagen wie mit einem Textmarker farbig markiert werden. Die Tafel ist sozusagen multimedial geworden. Auch für den Lehrer hat es Vorteile, er muss nicht mehr alle Unterrichtsmaterialien auf Folie kopieren, seine Aktentasche schrumpft fast auf einen USB-Stick, einem kleinen portablen Speicher. Nur fast, denn ganz ohne Papier geht es nicht immer.

Sechs solcher Smartboards stehen dem Berufsschulzentrum Radolfzell zur Verfügung. Die letzten drei wurden durch Spenden der Sparkassen Singen-Radolfzell, Reichenau, Stockach und Engen-Gottmadingen, der Volksbank Konstanz-Radolfzell-Steißlingen sowie der BW-Bank ermöglicht und stehen der Ausbildung im Bankenbereich zur Verfügung. Günter Reichle sieht die Smartboards als einen ersten Schritt für das neue Berufsschulzentrum, das in den nächsten sechs bis acht Jahren für rund 46 Millionen Euro am Mezgerwaidring entstehen wird. Die Smartboards bildeten einen kleinen Baustein für besseres Lernen. Das Qualitätsmanagement, das in Schulen Einzug gehalten hat, bedinge ein Optimieren der schulischen Prozesse. Ein Stillstand bei der schulischen Ausbildung dürfe nicht stattfinden. 

Südkurier vom 16. April 2011